Aggressive Jugendliche: Fakten, Theorien, Hintergründe und by Thomas Biedermann, Ernst Plaum

By Thomas Biedermann, Ernst Plaum

Theoretische Erklärungskonzepte der Aggressivität von Jugendlichen reichen von biologisch-physiologischen Ansätzen bis hin zu psychologischen und soziologischen Modellvorstellungen. Die meisten empirischen Arbeiten bedienen sich eines einseitigen monomethodalen Vorgehens. Daten werden in shape von mündlichen und schriftlichen Befragungen erhoben. Doch sind diese Interviewverfahren - gerade in bezug auf Aggression und Gewalt - sehr anfällig für Verfälschungstendenzen. Thomas Biedermann und Ernst Plaum geben zunächst einen Überblick über die deutschsprachige Fachliteratur. Sie zeigen gesellschaftliche Hintergründe auf und stellen darüber hinaus die Frage nach der Erkennbarkeit aggressiver Tendenzen bei Gruppen und Individuen. Ziel des Buches ist es, die Anwendungsmöglichkeiten einer nicht alltäglichen, praktisch-psychologischen Strategie der Informationsgewinnung vorzustellen. Diese aber kann nur mit einem methodenpluralistischen Vorgehen erfolgversprechend sein.

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28; vgl. auch Leymann, 1995a, S. 176-178) als ein weiterer Faktor mit Kausalwirkungstendenzen für Mobbing in Betracht: dabei wird seitens einer Unternehmensleitung über dessen gezielten Einsatz für "das Hinausgraulen von ansonsten kaum noch kündbaren Mitarbeitern" (Leymann, 1995b, S. ). ) zum "Zweck[e] des Personalabbaus" (Leymann, 1995b, S. 177-178) das Wort reden. , S. , S. ; Hervorhebung v. ). Die beiden soeben dargestellten Manifestationen aggressiven Verhaltens, feindselige Ausgriffe in der Arbeitswelt und gegen Randgruppen gerichtete Gewalt - das eine im alltäglichen "normalen" Leben angesiedelt, die anderen Erscheinungsformen, jedenfalls bislang noch, eher unter besonderen räumlichen und personellen Bedingungen auftretend - eröffnen bereits eine gesamtgesellschaftliche Perspektive.

99). Eine Auswertung von Gerichts- und polizeilichen Ermittlungsakten "fremdenfeindlicher Gewalttäter und ihrer Handlungen" (Homfeldt & Schenk, 1995, S. 59) gelangt zu insgesamt vier prototypischen Täterkategorien (Breyvogel, 1993a, S. 17; Homfeldt & Schenk, 1995, S. 59-60; hierzu ausführlich: Willems, 1993, S. 99-102), die "hinsichtlich ... [ihrer] politisch-ideologischen Orientierung, ... Gewaltbereitschaftund Fremdenfeindlichkeit" (Willems, 1993, S. 99) sowie in einigen anderen Faktoren deutlich differieren (vgl.

102). Kriminelle Jugendliche (oder sogenannte Schlägertypen) waren "häufig [bereits] wegen Eigentums- und Gewaltdelikten vorbestraft" (Breyvogel, 1993a, S. ). Unangemessene" Verhaltensweisen wie Gewalt- [und] Aggressionsbereitschaft dominieren" (Homfeldt & Schenk, 1995, S. 59) zwar bei diesem Typus, diese scheinen aber eher unspezifisch (Breyvogel, 1993a, S. 17) zu sein, und nicht immer zwingend wurzeln sie in einer explizit xenophoben oder anderweitig politisch-ideologisch begründeten Weltanschauung (siehe auch Willems, 1993, S.

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